Heute war ich zum ersten Mal in Katutura, dem Township von Windhoek. Eigentlich bin ich nur durchgefahren, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen hat es ausgereicht. Ich war mit Booise, dem Fahrer, unterwegs. Er sammelt in der Mittagspause immer seine Kinder und noch ein paar mehr(insgesamt 11) von der Schule ein und bringt sie dann nach Hause. Alle leben in Katutura, gehen aber woanders in die Schule, weil da das Niveau der Schulen besser ist.
Vorgestellt hab ich mir Katutura aber ganz anders. Ich hab gedacht, dort wäre Wellblechhütte and Wellblechhütte gebaut. Aber da es hier so viel freie Fläche gibt, ist Katutura riesig. Und Wellblechhütten gibt es auch nur sehr wenige, zwischendrin gab es sogar richtig schicke Häuschen, die dann natürlich auch gleich viel besser gesichert waren. Auf den Straßen gab es viele Frauen die Gemüse angeboten haben, kleine Bars an jeder Ecke und auch viele Grills hat man gesehen. Interessant fand ich den Handyreparierladen in einem alten Container und die Frisöre auf der Straße mit einer kleinen Hütte. Am meisten beeindruckt hat mich die Anzahl der Kinder. Da wir bei Schulende unterwegs waren, ist es natürlich klar, dass viele untewegs sind, aber so viele hab ich echt noch nie gesehen. Die ganzen Straßen waren voll mit Kindern, jemand älters als 15 hat man eigentlich gar nicht gesehen.
Wie viel ich von Katutura gesehen hab, weiß ich nicht. Dort hab ich die Orientierung total verloren. Insgesamt waren wir eine Stunde unterwegs, aber mir kam es so vor als wäre das ganze Viertel noch viel größer.
Wahrscheinlich werd ich bald auch nochmal hingehen, da Domingo(Nachtwächter und Koch in meiner Unterkunft) auch dort wohnt und gemeint hat, es wäre so toll dort, dass ich unbedingt hin müsste. Solange man einen Einheimischen dabei hat, ist das ganze kein Problem, aber alleine sollte man dort nicht hingehen, außer man möchte gerne mal ausgeraubt werden.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen