- Sossuvlei
- Independence Day
- Victoriafälle
- Farm Heimat
- Besuch der Polizeiwache und Zellen
- Kapstadt und das Kap der guten Hoffnung
- Chobe Nationalpark
- Etosha Nationalpark(besonders die Löwen)
- Namib und Kalahari
- Katutura: Besuch bei Domingo und der Meat Market
Donnerstag, 29. April 2010
Goodbye Namibia!
Nun sind die letzten 24 Stunden in Namibia angebrochen. Morgen gibt es eine Abschiedsparty im Büro und dann werde ich zum Flughafen gefahren. Anita wollte unbedingt mit zum Flughafen und warten bis der Flieger abgehoben ist.Voll nett von ihr. Sie hat deshalb sogar jemand anderes zum Fahren organisiert, weil ich sonst nur abgesetzt worden wäre.
Hier nun mein persönliches Namibia ABC:
Afrikaans: ich kann die wichtigsten Wörter, damit hat's sich's aber auch
Biltong: getrocknetes Fleisch, das so hart ist, dass man es kaum klein bekommt
Chobe Nationalpark: Elefanten so weit das Auge reicht bei einem schönen Urlaub
Dikdik: die kleinste Antilopenart, einfach süß
Etosha: hier hab ich auch endlich Löwen gesehen
Farm Heimat: eines der besten Wochenende bei einer super netten Familie
Gepardenfütterung: muss man einfach gesehen haben
Home Affairs: ein Ministerium bei dem nichts funktioniert
Independence Day: einmaliges Erlebnis, vor allem das Chaos am Einlass
Joe's Beerhouse: der beste Platz um Wild zu essen
Katutura: Township mit vielen Gesichtern
Leopard: hatte das Glück einen in der Wildnis zu sehen
Malaria: 1 Flasche Mosquitospray in 10 Tagen und Malerone haben hoffentlich geholfen
Namibia: Land of the Brave, Einsamkeit, Wüste, ein sehr sehr schönes Land
Ombudsman: viele Erlebnisse, aber auch Langeweile und nichts zu tun
Polizeiwache: der Besuch war ein Highlight, die Zustände dort eine Katastrophe
Quadbike fahren: hat leider nie geklappt
Reisen: 10 Tage zu den Viktoriafällen, 14 Tage Rundreise, 4 Tage Kapstadt :)
Sossuvlei: beeindruckende Dünenlandschaft
Twyfelfontein: unerträgliche Hitze beim UNSECO Weltkulturerbe
Uhland: meine Heimat für 3 Monate, super Frühstück und ein Plantschbecken
Victoria Falls: gigantisch, ich war noch nie so nass in meinem Leben
Windhoek: 3 Sehenswürdigkeiten, ansonsten keinen Besuch wert
X-Tage: bis zu meiner Rückkehr, jeder fragt schon, wann ich wieder komm
Y: dazu fällt mir jetzt wirklich nichts ein
Zoopark: netter Park in der Innenstadt, ideal für die Mittagspause
Hier nun mein persönliches Namibia ABC:
Afrikaans: ich kann die wichtigsten Wörter, damit hat's sich's aber auch
Biltong: getrocknetes Fleisch, das so hart ist, dass man es kaum klein bekommt
Chobe Nationalpark: Elefanten so weit das Auge reicht bei einem schönen Urlaub
Dikdik: die kleinste Antilopenart, einfach süß
Etosha: hier hab ich auch endlich Löwen gesehen
Farm Heimat: eines der besten Wochenende bei einer super netten Familie
Gepardenfütterung: muss man einfach gesehen haben
Home Affairs: ein Ministerium bei dem nichts funktioniert
Independence Day: einmaliges Erlebnis, vor allem das Chaos am Einlass
Joe's Beerhouse: der beste Platz um Wild zu essen
Katutura: Township mit vielen Gesichtern
Leopard: hatte das Glück einen in der Wildnis zu sehen
Malaria: 1 Flasche Mosquitospray in 10 Tagen und Malerone haben hoffentlich geholfen
Namibia: Land of the Brave, Einsamkeit, Wüste, ein sehr sehr schönes Land
Ombudsman: viele Erlebnisse, aber auch Langeweile und nichts zu tun
Polizeiwache: der Besuch war ein Highlight, die Zustände dort eine Katastrophe
Quadbike fahren: hat leider nie geklappt
Reisen: 10 Tage zu den Viktoriafällen, 14 Tage Rundreise, 4 Tage Kapstadt :)
Sossuvlei: beeindruckende Dünenlandschaft
Twyfelfontein: unerträgliche Hitze beim UNSECO Weltkulturerbe
Uhland: meine Heimat für 3 Monate, super Frühstück und ein Plantschbecken
Victoria Falls: gigantisch, ich war noch nie so nass in meinem Leben
Windhoek: 3 Sehenswürdigkeiten, ansonsten keinen Besuch wert
X-Tage: bis zu meiner Rückkehr, jeder fragt schon, wann ich wieder komm
Y: dazu fällt mir jetzt wirklich nichts ein
Zoopark: netter Park in der Innenstadt, ideal für die Mittagspause
Dienstag, 27. April 2010
Besuch einer Polizeiwache
Heute werde ich nun das letzte Mal von meiner Arbeit hier berichten.
Letzte Woche durfte ich 3 Tage bei den Investigators arbeiten. Für mich hieß das eigentlich nur zuhören, wenn sich jemand beschwert hat. Es kommen schon interessante Fälle rein. Eine Frau wurde zum Beispiel gefeuert, weil sie zu ihrer Chefin gesagt hat, dass sie so nicht mir ihr reden soll. Da sie aber ihr Gehalt angenommen hat, können wir gar nichts unternehmen. Ein anderer Fall war ein multikulti Paar, dass seit 10 Jahren in Namibia lebt und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragt hat. Die haben sie allerdings schon vor 5 Jahren beantragt und seitdem davon nichts mehr gehört. Dafür kam für kurzem die Ausweisung aus Namibia. Die Aussichten auf Erfolg stehen hier auch nicht so gut, 5 Jahre sind lang her und das Paar wusste noch nichtmal mehr wie ihr damaliger Anwalt hieß, der für sie die Aufenthaltsgenehmigung beantragt hat. Es gibt aber auch Fälle, bei denen weiß man gar nicht, was sie von einem wollen. Eine Frau hat uns ihre Krankengeschichte erzählt, alles ziemlich konfus mit verschiedenen Krankenhausbesuchen und Ärzten, die einfach mal verschwinden. Auf jeden Fall hat sie sich beim Arbeitgeber mehrmals nicht krank gemeldet und dann hat der Arbeitgeber ihre ärztliche Bescheinigung angezweifelt und sie entlassen. Nach 2 Stunden Diskussion hat sie dann auch eingesehen, dass sie sich hätte gleich krank melden sollen.
Heute war dann überraschenderweise ein sehr interessanter Tag. Morgens kam Haufiku, der mit dem Heiratsantrag, in mein Büro und meinte, wir gehen jetzt zur Polizei. Erst hab ich gedacht, er macht mal wieder einen Spaß, aber diesmal war es wirklich ernst. Die Investigator besuchen 2x jährlich die Polizeiwachen und Gefängnisse und heute war eine Wache in der Nähe dran.
Die Polizeiwache liegt in Seeis, einem Ort der eigentlich nur aus der Polizeiwache und den Farmen drumherum besteht. Zuerst hat und der Polizist sein Leid geklagt. Es gibt kein Auto für die Wache. Wenn jemand krank wird oder von einer Schlange gebissen wird, die dort häufig vorkommen, muss erstmal Transport besorgt werden. Das andere Problem war, dass die Polizisten sich untereinander hin und wieder in die Haare kriegen wegen ihrer unterschiedlichen Stammeszugehörigkeit.
Danach ging es dann in die Zellen, um mit den Gefangenen zu reden. In der Wache sind nur illegale Einwanderer inhaftiert. In der ersten Zelle waren 14 Kinder aus Angola und ich mein wirklich Kinder. Meiner Schätzung nach waren die zwischen 11 und 15 Jahren, auch wenn sie behaupteten älter zu sein. Die Zellen bestehen aus 2 Räumen, einen geschlossenen Raum, in dem es Decken gibt und alle auf dem Boden schlafen, und ein nach oben offener Raum mit einem Waschbecken und Toilette. In den geschlossenen Raum hab ich nur kurz reingespickelt und bin halb erstickt wieder raus. Die Befragung hat zum Glück in dem offenen Raum statt gefunden, verstanden hab ich allerdings nichts, da die Kinder nur Oshivambo gesprochen haben. Mir wurde dann erzählt, dass sie sich über den Tee beschwert haben, weil sie sich davon übergeben müssten. Außerdem waren viele krank und haben gehustet, sodass wir jetzt auf jeden Fall in die Wege leiten werden, dass eine Krankenschwester kommt. Anschließend haben wir sie aufgefordert noch ihre Zelle zu putzen, was sie dann auch brav gemacht haben.
In der anderen Zelle waren die Erwachsenen untergebracht, 17 Männer aus verschiedenen Ländern, Guinea, Senegal, Kamerun, Nigeria, Mali und Südafrika. Als wir kamen, haben sie gerade ihr Frühstück ein Teller Porridge bekommen.
Eigentlich hatten alle das gleiche Problem. Sie sollen in ihr Heimatland ausgewiesen werden, aber es gibt kein Geld. Namibia hat kein Geld und die Gefangenen natürlich auch nicht. Ein paar hätten Geld um auf dem Landweg zurück zu reisen, aber das dürfen sie nicht, da sie durch andere Länder reisen müssen und dafür wieder ein Visum bräuchten, was sie aber nicht bekommen. Ein paar haben gemeint, sie könnten zu irgendwelchen Verwandten in andere Ländern, aber da weiß man nie so genau was stimmt. Der eine hat behauptet 10 Jahre in Deutschland gelebt zu haben, dort Frau und Sohn zu haben, spricht aber kaum deutsch. Ein anderer war in Südafrika als Flüchtling anerkannt. Da hab ich mich gefragt, was der dann in Namibia will. Am schlimmsten aber fand ich, dass ein geistig Verwirrter dort seit fast einem Jahr inhaftiert ist. Und der ist Südafrikaner, da kann es nicht so schwer sein, den nach Südafrika zu bekommen und dort zu behandeln.
Auf jeden Fall war das nochmal ein eindrucksvoller Vormittag. Dies war wohl auch noch eine der besseren Wachen. Ich war dann doch froh, dass wir die zweite Polizeiwache nicht mehr besucht haben.
Letzte Woche durfte ich 3 Tage bei den Investigators arbeiten. Für mich hieß das eigentlich nur zuhören, wenn sich jemand beschwert hat. Es kommen schon interessante Fälle rein. Eine Frau wurde zum Beispiel gefeuert, weil sie zu ihrer Chefin gesagt hat, dass sie so nicht mir ihr reden soll. Da sie aber ihr Gehalt angenommen hat, können wir gar nichts unternehmen. Ein anderer Fall war ein multikulti Paar, dass seit 10 Jahren in Namibia lebt und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragt hat. Die haben sie allerdings schon vor 5 Jahren beantragt und seitdem davon nichts mehr gehört. Dafür kam für kurzem die Ausweisung aus Namibia. Die Aussichten auf Erfolg stehen hier auch nicht so gut, 5 Jahre sind lang her und das Paar wusste noch nichtmal mehr wie ihr damaliger Anwalt hieß, der für sie die Aufenthaltsgenehmigung beantragt hat. Es gibt aber auch Fälle, bei denen weiß man gar nicht, was sie von einem wollen. Eine Frau hat uns ihre Krankengeschichte erzählt, alles ziemlich konfus mit verschiedenen Krankenhausbesuchen und Ärzten, die einfach mal verschwinden. Auf jeden Fall hat sie sich beim Arbeitgeber mehrmals nicht krank gemeldet und dann hat der Arbeitgeber ihre ärztliche Bescheinigung angezweifelt und sie entlassen. Nach 2 Stunden Diskussion hat sie dann auch eingesehen, dass sie sich hätte gleich krank melden sollen.
Heute war dann überraschenderweise ein sehr interessanter Tag. Morgens kam Haufiku, der mit dem Heiratsantrag, in mein Büro und meinte, wir gehen jetzt zur Polizei. Erst hab ich gedacht, er macht mal wieder einen Spaß, aber diesmal war es wirklich ernst. Die Investigator besuchen 2x jährlich die Polizeiwachen und Gefängnisse und heute war eine Wache in der Nähe dran.
Die Polizeiwache liegt in Seeis, einem Ort der eigentlich nur aus der Polizeiwache und den Farmen drumherum besteht. Zuerst hat und der Polizist sein Leid geklagt. Es gibt kein Auto für die Wache. Wenn jemand krank wird oder von einer Schlange gebissen wird, die dort häufig vorkommen, muss erstmal Transport besorgt werden. Das andere Problem war, dass die Polizisten sich untereinander hin und wieder in die Haare kriegen wegen ihrer unterschiedlichen Stammeszugehörigkeit.
Danach ging es dann in die Zellen, um mit den Gefangenen zu reden. In der Wache sind nur illegale Einwanderer inhaftiert. In der ersten Zelle waren 14 Kinder aus Angola und ich mein wirklich Kinder. Meiner Schätzung nach waren die zwischen 11 und 15 Jahren, auch wenn sie behaupteten älter zu sein. Die Zellen bestehen aus 2 Räumen, einen geschlossenen Raum, in dem es Decken gibt und alle auf dem Boden schlafen, und ein nach oben offener Raum mit einem Waschbecken und Toilette. In den geschlossenen Raum hab ich nur kurz reingespickelt und bin halb erstickt wieder raus. Die Befragung hat zum Glück in dem offenen Raum statt gefunden, verstanden hab ich allerdings nichts, da die Kinder nur Oshivambo gesprochen haben. Mir wurde dann erzählt, dass sie sich über den Tee beschwert haben, weil sie sich davon übergeben müssten. Außerdem waren viele krank und haben gehustet, sodass wir jetzt auf jeden Fall in die Wege leiten werden, dass eine Krankenschwester kommt. Anschließend haben wir sie aufgefordert noch ihre Zelle zu putzen, was sie dann auch brav gemacht haben.
In der anderen Zelle waren die Erwachsenen untergebracht, 17 Männer aus verschiedenen Ländern, Guinea, Senegal, Kamerun, Nigeria, Mali und Südafrika. Als wir kamen, haben sie gerade ihr Frühstück ein Teller Porridge bekommen.
Eigentlich hatten alle das gleiche Problem. Sie sollen in ihr Heimatland ausgewiesen werden, aber es gibt kein Geld. Namibia hat kein Geld und die Gefangenen natürlich auch nicht. Ein paar hätten Geld um auf dem Landweg zurück zu reisen, aber das dürfen sie nicht, da sie durch andere Länder reisen müssen und dafür wieder ein Visum bräuchten, was sie aber nicht bekommen. Ein paar haben gemeint, sie könnten zu irgendwelchen Verwandten in andere Ländern, aber da weiß man nie so genau was stimmt. Der eine hat behauptet 10 Jahre in Deutschland gelebt zu haben, dort Frau und Sohn zu haben, spricht aber kaum deutsch. Ein anderer war in Südafrika als Flüchtling anerkannt. Da hab ich mich gefragt, was der dann in Namibia will. Am schlimmsten aber fand ich, dass ein geistig Verwirrter dort seit fast einem Jahr inhaftiert ist. Und der ist Südafrikaner, da kann es nicht so schwer sein, den nach Südafrika zu bekommen und dort zu behandeln.
Auf jeden Fall war das nochmal ein eindrucksvoller Vormittag. Dies war wohl auch noch eine der besseren Wachen. Ich war dann doch froh, dass wir die zweite Polizeiwache nicht mehr besucht haben.
Freitag, 23. April 2010
Kapstadt oder wie wird man seine Eltern wieder los
Für mich ging es gleich weiter von der Rundreise nach Kapstadt. Freitag abends bin ich dort tot müde angekommen und nur noch in mein Bett im Hostel gefallen.
Am Samstag machte ich mich dann auf die Stadt zu erkunden. Bequemerweise nahm ich den roten Doppeldecker Sightseeing Bus, der diesen schönen Blick auf den Tafelberg ermöglichte.

Weiter ging die Fahrt am Parlament vorbei.

Am Castle of Good Hope beschloss ich das erste Mal auszusteigen. Es ist die älteste Festungsanlage Südafrikas und lag früher mal direkt an der Küste, heute jedoch mitten in der Stadt.

Fast gegenüber liegt das sehr schöne Rathaus. Von dem Balkon des Rathauses hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung seine Rede gehalten.

Mit dem Bus ging es dann weiter zur Seilbahnstation des Tafelbergs. Da das Wetter um den Berg auch einigermaßen gut war, oft ist der Berg von Wolken umhüllt, beschloss ich nach oben zu fahren.

Von dort hat man einen schönen Blick auf die Küstenvororte und die City mit dem neuen Stadion und der Waterfront.


Die Tour führte weiter entlang der Küste. Leider ist das Wasser hier nur 14°C warm und ich verzichtete auf eine Kostprobe.

An der Waterfront bin ich dann wieder aus dem Bus ausgestiegen um die Gegend dort zu erkunden. Zuerst kam ich den Statuen der 4 südafrikanischen Friedensnobelpreisträger vorbei. Albert John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela.

Auch von der Waterfront hat man einen schönen Blick auf den Tafelberg, außerdem gibt es eine schöne Mall und jede Menge Restaurants.

Von der Waterfront zurück in die City in mein Hostel bin ich gelaufen und habe die Beschilderung für die WM getestet. Man kann sich echt nicht verlaufen, an jedem Laternenpfahl hängt ein Schild!
Für den nächsten Tag hatte ich ein Tour über die Kaphalbinsel gebucht. Zusammen mit einer Australierin, einer Schweizerin und unserem Guide verbracht ich den Tag an verschiedenen Orten um Kapstadt.
Zuerst ging es zu einer Schiffsfahrt zu einer Robbenkolonie. Im Vergleich zu Cape Cross in Namibia war die Kolonie aber winzig und unspektakulär.


Nachdem ich in Portugal schon bei der letzten Bratwurstbude vor Amerika war, hab ich nun auch die südlichste der Welt gesehen.

Über den Chapman's Peak Drive von dem man nochmal eine schöne Aussicht über die Bucht hat, sind wir nach Boulders Bay.

Dort lebt eine Pinguinkolonie auf dem Festland. Zur Zeit war auch Brutzeit und wir haben auch Küken gesehen.


Dann ging es weiter Richtung Kap der Guten Hoffnung. Aber als erstes hieß es umsteigen aufs Mountainbike. Die ersten 6km bis zu unserem Mittagessensplatz sind wir geradelt. Dabei konnte man auch viel besser die schöne Landschaft genießen.

Auch die nächsten 6km bis zum Kap der guten Hoffnung fuhren wir nochmal mit dem Fahrrad. Auf dem Weg trafen wir auch Strauße und diese für mich neue Antilope.



Das obligatorische Foto darf natürlich nicht fehlen.

Vom Kap hat man einen schönen Blick entlang der Küste und auf Cape Point, wo der atlantische und der indische Ozean aufeinander treffen.


Abschließend ging es dann noch zum Cape Point.
Blick auf das Kap der guten Hoffnung

Cape Point

Atlantischer und indischer Ozean

Als ich zurück im Hostel war, bekam ich die Nachricht, meine Eltern seien auch in Kapstadt. Also hab ich die angegebene Telefonnummer angerufen, mich ins Taxi gesetzt und bin zu meinen Eltern gefahren. Während des leckern Abendessen wurde mir dann die ganze Geschichte seit ihrem Abflug aus Windhoek erzählt.
Am nächsten Morgen machte ich mich dann erstmal auf mit meinen Eltern nach Rückflügen für sie zu schauen, das Wetter war sowieso nicht gut. Zuerst gingen wir in ein Reisebüro an der Waterkant. Das hat uns aber zu lange gedauert, da wir für einen Anruf wieder zurück im Hotel sein mussten. Also sind wir ins Büro der South African Airways gefahren. Dort konnte man uns soweit weiterhelfen, dass man die Flüge entweder zurückgeben kann oder wartet bis man wieder einen Sitz auf der gleichen Route bekommt. Eine Änderung der Flugstrecke war nicht möglich. Also haben wir die Flüge zurückgegeben, wer wusste schon, wann man wieder Johannesburg-München fliegen kann. Da gleich gegenüber noch ein Reisebüro war, haben wir dort mal nach Flügen nach Europa gefragt. Das einzige Angebot war über Buenos Aires nach Madrid für 3.000€. Für den Preis kann man noch lange in Kapstadt bleiben. Also ging es zurück ins Hotel um zu schauen, welche Flugoptionen aus Deutschland kamen. Die Optionen nach Mailand oder Istanbul standen bis dahin zur Wahl. Da es jetzt erstmal abwarten hieß, beschlossen wir auch noch etwas touristisches zu machen. Wir fuhren nach Robben Island.
Unsere Fähre

Das Gefängnis

Nelson Mandelas Zelle

Friedhof der Leprakranken

Blick auf Kapstadt

Am nächsten Tag wollte ich die Zeit bis zum Abflug nutzen um nochmal die Innenstadt etwas zu erkunden. Als erstes ging ich in die St. George's Cathedral, die von innen überraschenderweiße doch ganz schön ist.

Dann machte ich mich auf den Weg in den Company's Garden. Eine sehr schöne Ecke mitten in der Innenstadt. So viele Gärtner wie hier hab ich auch noch nie gesehen. Südafrika putzt sich echt für die WM raus.



Über den Straßenmarkt, der leider erst gerade aufgebaut hat, ging ich dann zum Hotel meiner Eltern, schon ganz gespannt für welche Flugoption sie sich entschieden hatten. Tja und alles kommt natürlich anders als man erwartet. Sie flogen mit mir zurück nach Windhoek und am nächsten Tag mit der AirBerlin nach München. Wir sind also ein letztes Mal zur schöenen Warterfront und haben auf dem Rückweg das weltbeste Eis gegessen.

Dann ging es zum Flughafen und zurück nach Windhoek. Da es ein Tagflug war, hab ich endlich auch mal was von der Landschaft gesehen.

Abends hatten wir ausnahmsweiße mal Glück. In dem Hotel, in dem ich wohn, hatte ein Gast ein Zimmer storniert und so konnten meine Eltern auch dort übernachten. Ein letztes Mal gingen wir gemeinsam essen und am nächsten Morgen startete der Flieger gen München tatsächlich und ich war wieder allein in Afrika.
Am Samstag machte ich mich dann auf die Stadt zu erkunden. Bequemerweise nahm ich den roten Doppeldecker Sightseeing Bus, der diesen schönen Blick auf den Tafelberg ermöglichte.

Weiter ging die Fahrt am Parlament vorbei.

Am Castle of Good Hope beschloss ich das erste Mal auszusteigen. Es ist die älteste Festungsanlage Südafrikas und lag früher mal direkt an der Küste, heute jedoch mitten in der Stadt.

Fast gegenüber liegt das sehr schöne Rathaus. Von dem Balkon des Rathauses hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung seine Rede gehalten.

Mit dem Bus ging es dann weiter zur Seilbahnstation des Tafelbergs. Da das Wetter um den Berg auch einigermaßen gut war, oft ist der Berg von Wolken umhüllt, beschloss ich nach oben zu fahren.

Von dort hat man einen schönen Blick auf die Küstenvororte und die City mit dem neuen Stadion und der Waterfront.


Die Tour führte weiter entlang der Küste. Leider ist das Wasser hier nur 14°C warm und ich verzichtete auf eine Kostprobe.

An der Waterfront bin ich dann wieder aus dem Bus ausgestiegen um die Gegend dort zu erkunden. Zuerst kam ich den Statuen der 4 südafrikanischen Friedensnobelpreisträger vorbei. Albert John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela.

Auch von der Waterfront hat man einen schönen Blick auf den Tafelberg, außerdem gibt es eine schöne Mall und jede Menge Restaurants.

Von der Waterfront zurück in die City in mein Hostel bin ich gelaufen und habe die Beschilderung für die WM getestet. Man kann sich echt nicht verlaufen, an jedem Laternenpfahl hängt ein Schild!
Für den nächsten Tag hatte ich ein Tour über die Kaphalbinsel gebucht. Zusammen mit einer Australierin, einer Schweizerin und unserem Guide verbracht ich den Tag an verschiedenen Orten um Kapstadt.
Zuerst ging es zu einer Schiffsfahrt zu einer Robbenkolonie. Im Vergleich zu Cape Cross in Namibia war die Kolonie aber winzig und unspektakulär.


Nachdem ich in Portugal schon bei der letzten Bratwurstbude vor Amerika war, hab ich nun auch die südlichste der Welt gesehen.

Über den Chapman's Peak Drive von dem man nochmal eine schöne Aussicht über die Bucht hat, sind wir nach Boulders Bay.

Dort lebt eine Pinguinkolonie auf dem Festland. Zur Zeit war auch Brutzeit und wir haben auch Küken gesehen.


Dann ging es weiter Richtung Kap der Guten Hoffnung. Aber als erstes hieß es umsteigen aufs Mountainbike. Die ersten 6km bis zu unserem Mittagessensplatz sind wir geradelt. Dabei konnte man auch viel besser die schöne Landschaft genießen.

Auch die nächsten 6km bis zum Kap der guten Hoffnung fuhren wir nochmal mit dem Fahrrad. Auf dem Weg trafen wir auch Strauße und diese für mich neue Antilope.



Das obligatorische Foto darf natürlich nicht fehlen.

Vom Kap hat man einen schönen Blick entlang der Küste und auf Cape Point, wo der atlantische und der indische Ozean aufeinander treffen.


Abschließend ging es dann noch zum Cape Point.
Blick auf das Kap der guten Hoffnung

Cape Point

Atlantischer und indischer Ozean

Als ich zurück im Hostel war, bekam ich die Nachricht, meine Eltern seien auch in Kapstadt. Also hab ich die angegebene Telefonnummer angerufen, mich ins Taxi gesetzt und bin zu meinen Eltern gefahren. Während des leckern Abendessen wurde mir dann die ganze Geschichte seit ihrem Abflug aus Windhoek erzählt.
Am nächsten Morgen machte ich mich dann erstmal auf mit meinen Eltern nach Rückflügen für sie zu schauen, das Wetter war sowieso nicht gut. Zuerst gingen wir in ein Reisebüro an der Waterkant. Das hat uns aber zu lange gedauert, da wir für einen Anruf wieder zurück im Hotel sein mussten. Also sind wir ins Büro der South African Airways gefahren. Dort konnte man uns soweit weiterhelfen, dass man die Flüge entweder zurückgeben kann oder wartet bis man wieder einen Sitz auf der gleichen Route bekommt. Eine Änderung der Flugstrecke war nicht möglich. Also haben wir die Flüge zurückgegeben, wer wusste schon, wann man wieder Johannesburg-München fliegen kann. Da gleich gegenüber noch ein Reisebüro war, haben wir dort mal nach Flügen nach Europa gefragt. Das einzige Angebot war über Buenos Aires nach Madrid für 3.000€. Für den Preis kann man noch lange in Kapstadt bleiben. Also ging es zurück ins Hotel um zu schauen, welche Flugoptionen aus Deutschland kamen. Die Optionen nach Mailand oder Istanbul standen bis dahin zur Wahl. Da es jetzt erstmal abwarten hieß, beschlossen wir auch noch etwas touristisches zu machen. Wir fuhren nach Robben Island.
Unsere Fähre

Das Gefängnis

Nelson Mandelas Zelle

Friedhof der Leprakranken

Blick auf Kapstadt

Am nächsten Tag wollte ich die Zeit bis zum Abflug nutzen um nochmal die Innenstadt etwas zu erkunden. Als erstes ging ich in die St. George's Cathedral, die von innen überraschenderweiße doch ganz schön ist.

Dann machte ich mich auf den Weg in den Company's Garden. Eine sehr schöne Ecke mitten in der Innenstadt. So viele Gärtner wie hier hab ich auch noch nie gesehen. Südafrika putzt sich echt für die WM raus.



Über den Straßenmarkt, der leider erst gerade aufgebaut hat, ging ich dann zum Hotel meiner Eltern, schon ganz gespannt für welche Flugoption sie sich entschieden hatten. Tja und alles kommt natürlich anders als man erwartet. Sie flogen mit mir zurück nach Windhoek und am nächsten Tag mit der AirBerlin nach München. Wir sind also ein letztes Mal zur schöenen Warterfront und haben auf dem Rückweg das weltbeste Eis gegessen.

Dann ging es zum Flughafen und zurück nach Windhoek. Da es ein Tagflug war, hab ich endlich auch mal was von der Landschaft gesehen.

Abends hatten wir ausnahmsweiße mal Glück. In dem Hotel, in dem ich wohn, hatte ein Gast ein Zimmer storniert und so konnten meine Eltern auch dort übernachten. Ein letztes Mal gingen wir gemeinsam essen und am nächsten Morgen startete der Flieger gen München tatsächlich und ich war wieder allein in Afrika.
Mittwoch, 21. April 2010
2.April bis 16.April - Reise durch Namibia
Am 2. April war es soweit: Meine Familie kam zu Besuch und wir machten eine 2 wöchige Rundreise zu den Höhepunkten Namibias.
Als erstes ging es zu einer Fahrt nach Katutura mit einem Guide.
Auf dem Weg haben wir uns den neuen Präsidentenpalast angeschaut, so nah, wie man eben ran darf. Da hätte man das Geld sinnvoller ausgeben können.

Weiter ging es vorbei an der Reiterstatue, der Christuskirche und dem Tintenpalast auf einen Berg, wo man einen schönen Überblick über die ganze Stadt hat.


Dann fuhren wir nach Katutura. Dort haben wir 3 Märkte besichtigt, wovon der Fleischmarkt mit Abstand der interessanteste war. Das war nichts für sanfte Gemüter. Das gegrillte Fleisch haben wir lieber nicht probiert, wir wollte den Rest des Urlaubs ja nicht auf der Kloschüssel oder gar im Krankenhaus verbringen. Jedoch konnte ich nicht widerstehen einen getrockneten Mopanewurm zu probieren. Ich muss sagen, es hätte schlimmer schmecken können. Allerdings hat mir dann ein kleiner Biss doch ausgereicht.


Nächste Station waren die informal settlements. Das sind wirklich nur Wellblechhütten ohne jegliche Infrastruktur. Dort war ich bereits als ich Domingo besucht hatte. Er lebt nämlich dort.

Unser letzter Stop war in Penduka. Dies ist ein Zentrum für behinderte und kranke Frauen, die dort alle möglichen handgefertigten Produkte herstellen und an Touristen verkaufen. Da es Samstag war, konnten wir nicht zu schauen, trotzdem haben wir eine kleine Führung bekommen und auch etwas im Laden eingekauft.
Damit war unsere Fahrt durch Katutura beendet und wir stiegen in unser Mietauto und machten uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft, der Kalahari Bagatelle Lodge. Wie der Name schon sagt, liegt sie in der Kalahari Wüste.


Auch den nächsten Tag verbrachten wir hier. Nach Zeitumstellungsproblemen bei den Männern der Familie startete unser Tag schon um 6Uhr anstatt um 8Uhr. Also haben wir morgens etwas die Umgebung unserer Dünenchalets erkundet und mittags am Pool entspannt. Anschließend ging es zu eienm Sundowner Gamedrive. Dort habe ich meine ersten Zebras gesehen. Außerdem sprangen jede Menge Springböcke, Streifengnus und Oryx rum. Den Leoparden, der auf dem Gelände lebt, haben wir leider nicht gesehen, das wäre auch sehr viel Glück gewesen. Dafür haben wir noch Giraffen gesehen. Zum Sonnenuntergang sind wir dann auf eine Düne gefahren und haben Getränke und Chips bekommen.





Am nächsten Morgen ging es weiter zur Hammerstein Lodge in der Nähe von Sossuvlei. Mit Zwischenstop in Mariental und Malthöhe um Verpflegung und Benzin zu kaufen, ging es auf eine bergige und oft nicht besonders angenehme Schotterpiste. Gut durchgeschüttel sind wir auf der Lodge angekommen und konnten noch etwas entspannen bevor wir uns den Leoparden, die Luchse und Geparden angeschaut haben. Außer zu dem Leoparden konnten wir ins Gehege der Raubkatzen und sie von Nahem bewundern. Zwei der Geparden kann man, wenn sie gut drauf sind auch streicheln, allerdings war das an diesem Tag nicht der Fall.



Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Es ging ins Sossuvlei und dort ist es bei Sonnenaufgang einfach am schönsten und auch am kühlsten. Als zweites Fahrzeug waren wir am Tor zum Nationalpark und konnten bei Öffnung direkt ins Büro um unsere Permit zu kaufen. Dies ging natürlich in namibischer Manier, langsam und per Hand. Dann ging es schnell weiter die 60km bis zum Parkplatz. Auf dem Weg konnten wir schon die wunderschönen Dünen im Sonnenliicht bestaunen. Am Parkplatz stiegen wir dann in ein Shuttle zum Sossuvlei um, mit dem eigenen Auto wollten wir die Anfahrt nicht riskieren. Als erstes liefen wir zum Dead Vlei.



Anschließend beschlossen wir noch die Düne zu erklimmen. Um eine Abkürzung zu nehmen, kletterten wir die Seitenwand zum Kamm hoch. Keine besonders gute Idee! Ich hab selten so etwas anstregendes gemacht. Dafür hat man auf dem Kamm wieder einen sehr schönen Blick auf das Vlei. Stefan und ich sind noch weiter die Düne hochgestiegen, wirklich keine einfache Angelegenheit. Irgendwann beschlossen wir die Seite hinabzusteigen und umzukehren. Der Abstieg war das Spaßigste an der Angelegenheit. So schwer der Aufstieg war, hinab war man schneller, als man wollte.
Auf unserem Rückweg haben wir noch einige Käfer und Geckos/Eidechsen gesehen, die aber alle nicht so recht für ein Foto posen wollten.




Auf dem Rückweg ging es noch zum Sesriem Canyon. Der Weg dort hin ist die wohl schlechteste Straße unseres Uralubs gewesen. Dafür ist der Canyon ganz schön und wir sind etwas in ihm herumgelaufen bis eine Wasserstelle kam, die zu tief war.

Eine Fahrt durch eine riesen Wüste war unsere nächste Tagesetappe. 450km durch nichts als Wüste, zuerst noch bergig mit verschiedenen Steinsformationen, am Ende nur noch Sandwüste, sodass man die Straße kaum noch vom drumherum unterscheiden kann. Und auf der ganzen Strecke eine Tankstelle in Solitaire. Die haben wir natürlich angesteurt, aber leider umsonst, kein Sprit vorhanden. So kann es eben gehen. Also haben wir mal genau nachgerechnet, noch 250km und ein halb voller Tank bei einem Auto, das schon mal 15l frisst, könnte knapp werden. Aber wir haben es geschafft! So ging der Reisetag bei einem leckeren Essen in Swakopmund noch gut zu Ende.
Am nächsten Morgen ging es nach Walvis Bay zu einer Bootstour. Den ersten Schrecken bekamen wir erstmal als unser Boot vor fuhr. Viel größer als ein Ruderboot war es nicht. 4h sind wir im und um den Hafen von Walvis Bay rumgeschippert. Zu sehen gab es den Leuchtturm, der jedes Jahr 30cm weiter von der Küste entfernt ist, Robbenkolonien und ein Schiffswrack. Höhepunkt waren die Delfine und Pinguine, die um unser Boot herum schwammen. Außerdem kamen immer wieder Pelikane und Möwen, die im Flug gefüttert wurden. Zum Mittagessen fuhren wir in den Hafen. Es gab Snacks und Austern für die, die es geschafft haben das schlabberige Zeugs zu essen. Im Hafen lagen Diamantensuchschiffe, ein Boot der namibischen Marine und viele andere Schiffe, die nicht mehr seetauglich aussahen. Auf der Rückfahrt zum Steg konnten wir noch sehen wie Tunfisch entladen wird und ein Seehund besuchte uns auf unserem Boot.





Nachmittags haben wir uns dann aufgeteilt. Die Männer machten einen Rundflug über die Wüste und die Frauen fuhren den "Welwitschia Drive". Dies ist eine Strecke an denen es verschiedene interessante Punkte gibt. Am ersten Punkte fuhren wir erstmal vorbei, wir haben kein Schild gesehen und ohne Markierung ist es dann doch schwer Flechten zu erkennen. Die nächsten Punkte waren besondere Büsche in der Wüste, naja, auch nicht gerade das interessanteste. Interessant waren dafür die Mondlandschaft und Überreste einer Zivilisation. Außerdem gab es noch weitere interessante Gesteinsformen wie ein Doleritkamm und ein ausgetrocknetes Flussbett, dass aber total bewachsen war. Höhepunkt der Fahrt sind die Welwitschias. Dies sind Pflanzen, die mehrere tausend Jahre alt werden können. Die größte ist am Ende der Strecke und die zweit älteste (über 1500 Jahre), die es gibt. Die älteste wurde leider von Touristen niedergebrannt. Auf dem Rückweg liegt noch ein verlassene Mine, die wohl nicht sehr ertragreich war.




Am nächsten Tag sind wir morgens nochmal durch Swakopmund gelaufen. Es ist schon sehr deutsch dort. In jedem Laden kommt man mit deutsch weiter. Mittags ging es dann weiter nach Cape Cross. Auf dem Weg haben wir ein altes Schiffswrack gesehen, dass dort seit ca. 1 Jahr liegt. In Cape Cross haben wir dann die Seehundkolonie angeschaut. Dort leben 250.000 Seehunde und die machen ein Geschrei wie man es sich kaum vorstellen kann. Außerdem haben sie auch einen guten Duft. Den Rest des Tages konnten wir noch in unsere sehr schönen Lodge genießen.



Von der Küste/Kälte in die Hitze hieß es am nächsten Tag. Allerdings wussten wir das noch nicht als wir losfuhren. Die Strecke war diesmal eher unspektakulär, natürlich wieder viel Wüste und Gestein und der höchste Berg Namibias, der Königsstein im Brandbergmassiv. Damit uns nicht langweilig wurde, haben wir selbst etwas Action produziert, eine Reifenpanne. Im Nachhinein glücklicherweise im einzigen Dorf weit und breit. Zuerst haben wir gedacht, jetzt kommt das ganze Dorf bettelt und schaut uns beim Reifen wechseln zu. Aber es kamen 3 hilfsbereite junge Männer, die uns den Reifen gewechselt haben und dafür einen guten Lohn bekommen haben.

Als wir dann endlich in unserer Lodge ankamen, traf uns der nächste Schock. Von der kühlen Küste in einem klimatisierten Auto kamen wir im 40°C heißen Twyfelfontein an. Das war nicht auszuhalten und die Zimmer hatten keine Klimaanlage dort. Als erstes sind wir zur Wekstatt und haben unseren kaputten Reifen abgegeben. Trotz der Hitze machten wir uns auf die Felsenzeichnungen, die übrigens UNESCO Weltkulturerbe sind, anzuschauen. Bei 40°C kletterten wir also eine dreiviertel Stunde mit unserem Guide über Stock und Stein um die Zeichnungen anzuschauen. Eine Zeichnung hätte mir schon gereicht im Nachhinein, die sahen doch alle sehr gleich aus.

Danach war es erstmal Zeit für eine Abkühlung im Pool bevor ich das mal wieder wunderbare Essen, wie überall auf der Reise, genießen konnte. Na gut, eigentlich war es viel zu warm zum Essen, aber es war einfach zu gut.
Am nächsten Tag haben wir unseren geflickten Reifen abgeholt. Ihr könnt ja mal tippen, was das mit Montage gekostet hat. Wer am nächsten ist, bekommt ein Mitbringsel von mir aus Namibia.
Als erstes haben wir uns die Orgelpfeifen, Basaltsäulen, angeschaut. Die haben mich an den Giant's Causeway in Nordirland erinnert, nur im Miniformat. Außerdem waren wir noch beim "verbrannten Berg", den fand ich jetzt aber mal total uninteressant.


Auf unserem Weg an diesem Tag lag auch noch der versteinerte Wald. In der Gegend gibt es viele versteinerte Bäume, die während der letzten Eiszeit irgendwo in der Mitte Afriaks wuchsen und dann bis nach Namibia gespült wurden und dort versteinerten. Sie sahen total echt aus und nur wenn man sie angefasst hat, bemerkte man die Versteinerung. Außerdem gab es dort nochmal Welwitschias.


Einen weiteren Abstecher machten wir zu den Ugabterassen. Dies sind Flussterasse, wobei hier eindeutig am Beeindruckensten dieser einzelne Felsen ist, das Vingerklip.

Immerhin bracht der Umweg uns auch noch ein paar Kudus zu Gesicht, die unseren Weg kreuzten. Ankunft war nachmittags in der Etosha Safari Lodge, wo wir gerade als wir am Pool waren die ersten Regentropfen unserer Reise hatten. Dafür konnten wir beim Sonnenuntergang noch ein gigantisches Gewitter beobachten. Ich habe noch nie so viele Blitze hintereinenader gesehen!

Am nächsten Morgen ging es auf nach Etosha. Wir hatten beschlossen mit einem Guide reinzufahren, da dieser einfach besser weiß, wo es was zu sehen gibt, und man von Safariautos natürlich auch viel besser sieht. Mein größter Wunsch wurde auch fast als erstes erfüllt. Die einzigen Tiere, die mir noch gefehlt hatten, Löwen, fraßen nicht weit vom Parkeingang ein frisch gejagte Oryx. Das Männchen durfte zuerst und dann die Jungen und Weibchen. Als die Sonne dann raus kam, verkrochen die Löwen sich unter einen Busch und waren verschwunden.

Vormittags waren wir leider nicht mehr so erfolgreich. Es gab massenweiße Springböcke, wie überall, Impalas, Erdhörnchen oder waren es Erdmännchen?, Schakale, Riesentrappen, Gnus und Zebras. Über Mittag sind wir zurück zur Lodge um uns etwas auszuruhen. Nachmittags hatten wir wettertechnisch leider nicht so viel Glück, wir gelangten in einen großen Regenschauer. Zum Glück dauern die in Namibia nie lange, aber danach waren große Pfützen auf den Straßen. Tiermäßig waren wir wieder mäßig erfoglreich: das Highlight, ein Nashorn, hatten wir gleich am Anfang, danach kamen wieder Springböcke, Impalas, Riesentrappen, Gnus und diesmal auch Giraffen.






Da wir immer noch keine Elefanten gesehen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag nochmal selbst durch Etosha zu fahren und dann erst zu unserer nächsten Unterkunft. Leider waren wir hinsichtlich der Elefanten wieder nicht erfolgreich. Dafür gab es nochmal ein Nashorn, Giraffen und das sonst übliche wie Springbock und Impala. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Park sahen wir dann nochmal Unmengen von Autos am Straßenrand, da musste etwas sein! Und tatsächlich waren dort nochmal Löwinnen, die ihre Beute fraßen, und das in der Mittagshitze. So hatte sich das frühe Aufstehen doch noch gelohnt.

Die nächsten paar Stunden Fahrt waren mit die aufregensten. Aber sowohl wir als auch die Schwarzen am Straßenrand haben es überlebt. Schon in der Dämmerung näherten wir und der nächsten Lodge. Im Gelände sahen wir Warzenschweine und jede Menge Kudus. Vor allem von den männlichen Kudus bin ich beeindruckt, einfach schöne Tiere! Am Ende der Straße empfing uns ein Angestellter und schaute auf seine Gästeliste. Dort war niemand mit dem Namen Hagel. Nach einer Weile hat er dann festgestellt, dass er auch nur noch 2 Gäste erwartet und keine 4. Laut unserer Wegbeschreibung waren wir in der richtigen Lodge, aber ein Blick auf unseren Vocher half. Dort stand eine andere Lodge. Also wieder umdrehen und zur anderen Lodge, die 8km weit weg war. Und das alles schon im Dunkeln. Immerhin hat uns der Umweg die Kudus gebracht!


Am nächsten Morgen wurden wir von Pavianen beim Auto packen begleitet. Jede Mülltonne vor den Häusern wurde durchsucht und umgeschmissen. Nachdem alle durchsucht waren, sind die Affen ganz schnell abgehauen. Außerdem sprang noch die kleinste Antilopenart, Dikdik, in Massen rum.


Auf dem Weg haben wir im Holzschnitzermarkt in Okahandja einen Elefanten gekauft. Wenn schon keinen echten gesehen, dann doch besser einen aus Holz als gar nichts. In Windhoek haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt. Zuerst waren wir im Café Schneider Mittagessen. Dort gibt es typisch deutsches Essen, Bratwurst, Spätzle, Kartoffelsalat(aber keinen schwäbischen) und Schwarzwälder Kirschtorte. Dann waren wir Auto waschen, das nach unserer Fahrt durch die Pfützen Etoshas sehr dreckig war. Wären wir nicht dazwischen gegangen, würden die heute wahrscheinlich noch putzen. Erst wurde das Auto eine halbe Stunde von außen gewaschen und dann haben sie angefangen innen jede Stelle mehrfach zu putzen. Außerdem werden die Reifen und Trittbretter mit schwarzer Farbe angemalt. Immerhin hatten wir wieder ein sauberes und gut duftendes Auto. Einen kurzen Besuch beim Ombudsman haben wir auch noch eingelegt, uns aber auf das untere Stockwerk beschränkt, da wir dort sonst noch Stunden verbracht hätten, und wir ja noch weiter zu unserer nächsten Lodge mussten.
Die Anfahrt zu dieser Lodge war die abenteuerlichste. Das Schild haben wir gut gefunden, kein Problem. Zuerst ging es über eine andere Farm auf der uns zwei kleine Jungs ein Tor aufgemacht haben und wir ihnen dafür Kekse gegeben haben. Danach wurde die Straße aber immer schlechter, Schlaglöcher, Wasserstellen, Termitenhügel in einer recht großen Größe. Wir beschlossen umzudrehen, das konnte nicht der richtige Weg sein. Also zurück zur Straße, diesmal bekamen die Kinder Müsliriegel. Dort hatten wir wieder Handyempfang und haben auf der Lodge angerufen. Zu unserer Überraschung wurde uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Also wieder umgedreht und zum 3. Mal bei den Kindern vorbei. Diesmal gaben wir ihnen Kaugummis. Die hatten danach wohl einen Zuckerschock. Wären wir beim ersten Mal noch 3km weiter gefahren, hätten wir uns den ganzen Umweg sparen können. Naja, auf jeden Fall landeten wir auf einer sehr schönen Lodge mitten im Nichts.

Sehr schön war auch, dass gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Alle Gäste und die Besitzer saßen an einem Tisch und haben das lecker gegrillte Impala genossen.
Am nächsten Tag hieß es noch einmal früh aufstehen. Es war die letzte Chance Elefanten zu sehen. Zuerst sahen wir recht wenige Tiere bzw eben das selbe wie immer, Springböcke und Impalas. Dann tauchten noch ein paar Giraffen auf, aber von den Elefanten keine Spur. An einem Berg packte unser Guide dann das erste Mal den Sender aus, ein Elefant trägt nämlich einen Sender um den Hals. Die Elefanten waren noch weit weg, aber wir gaben nicht auf. Auf der Suche sahen wir dann noch Weißschwanzgnus, von Weitem kann man die schonmal für Elefanten halten und aufgeregt werden. Wir fuhren zum nächsten Wasserloch. Wieder erfolglos, nur eine Wasserschildkröte saß im Wasser. Also nochmal Sender auspacken und weiter ging's auf Elefantenjagd. Am nächsten Stopp haben wir immerhin schon die Fußabdrücke der Elefanten gesehen, nur die Tiere wollten einfach nicht auftauchen. Und plötzlich standen sie dann vor uns auf dem Weg. Wir hatten sie gefunden, der Urlaub war gerettet!

Auf dem Weg zurück zur Lodge haben wir auch noch ein Nashorn gesehen, leider war es tot. Es hat den Kampf mit einem Elefantenbullen nicht überlebt.

Am Nachmittag haben wir dann noch die Katzenfütterung gemacht. Zuerst ging es zu dem Leoparden. Der war von unserem Besuch nicht besonders erfreut, sein Fressen hat er zuerst ganz ignoriert und ist lieber gegen den Zaun gesprungen. Nach einer Weile war dann das Fleisch doch interessanter wie die doofen Touris am Zaun. Danach ging es noch zu den Geparden. Dort konnten wir ins Gehege reinfahren. Die Geparden folgten uns bis zum Futterplatz und verschwanden dann mit ihrem Fleisch im Gebüsch.
Das war also unser letzter Tag der Rundreise.


Am nächten Morgen ging dann der Stress los. Auf der Lodge hat uns der Besitzer erzählt, dass die Flughäfen wegen des Vulkans geschlossen sind. Na super, wir also sobald Handyempfang da war im Internet geschaut wie es denn aussieht. Auf dem Weg sind wir am Flughafen vorbei und haben dort bei South African Airways nachgefragt wie es aussieht. Die Dame dort hatte allerding keinerlei Informationen. Also sind wir nach Windhoek ins Büro von SAA. Dort konnte man uns sagen, dass solange München offen ist zumindest die Passagiere bis nach Johannesburg mitgenommen werden. Wir haben dann schnell getankt, Mittagessen geholt und sind zurück an den Flughafen. Während des Wartens am Check-in gab es keine neuen Informationen. München war immernoch offen und somit wurde meine Familie mit nach Johannesburg genommen, wobei das Gepäck erstmal auch nur bis dorthin eingeckt wurde, da ja schon abzusehen war, dass es nicht weiter geht. So war meine Familie wieder weg und ich konnte 2h später in den Flieger nach Kapstadt steigen.
Am Ende noch ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es nochmal für die erte richtige Antwort ein Mitbringsel aus Namibia.
Preisfrage: Wo ist der Fehler?
Als erstes ging es zu einer Fahrt nach Katutura mit einem Guide.
Auf dem Weg haben wir uns den neuen Präsidentenpalast angeschaut, so nah, wie man eben ran darf. Da hätte man das Geld sinnvoller ausgeben können.

Weiter ging es vorbei an der Reiterstatue, der Christuskirche und dem Tintenpalast auf einen Berg, wo man einen schönen Überblick über die ganze Stadt hat.


Dann fuhren wir nach Katutura. Dort haben wir 3 Märkte besichtigt, wovon der Fleischmarkt mit Abstand der interessanteste war. Das war nichts für sanfte Gemüter. Das gegrillte Fleisch haben wir lieber nicht probiert, wir wollte den Rest des Urlaubs ja nicht auf der Kloschüssel oder gar im Krankenhaus verbringen. Jedoch konnte ich nicht widerstehen einen getrockneten Mopanewurm zu probieren. Ich muss sagen, es hätte schlimmer schmecken können. Allerdings hat mir dann ein kleiner Biss doch ausgereicht.


Nächste Station waren die informal settlements. Das sind wirklich nur Wellblechhütten ohne jegliche Infrastruktur. Dort war ich bereits als ich Domingo besucht hatte. Er lebt nämlich dort.

Unser letzter Stop war in Penduka. Dies ist ein Zentrum für behinderte und kranke Frauen, die dort alle möglichen handgefertigten Produkte herstellen und an Touristen verkaufen. Da es Samstag war, konnten wir nicht zu schauen, trotzdem haben wir eine kleine Führung bekommen und auch etwas im Laden eingekauft.
Damit war unsere Fahrt durch Katutura beendet und wir stiegen in unser Mietauto und machten uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft, der Kalahari Bagatelle Lodge. Wie der Name schon sagt, liegt sie in der Kalahari Wüste.


Auch den nächsten Tag verbrachten wir hier. Nach Zeitumstellungsproblemen bei den Männern der Familie startete unser Tag schon um 6Uhr anstatt um 8Uhr. Also haben wir morgens etwas die Umgebung unserer Dünenchalets erkundet und mittags am Pool entspannt. Anschließend ging es zu eienm Sundowner Gamedrive. Dort habe ich meine ersten Zebras gesehen. Außerdem sprangen jede Menge Springböcke, Streifengnus und Oryx rum. Den Leoparden, der auf dem Gelände lebt, haben wir leider nicht gesehen, das wäre auch sehr viel Glück gewesen. Dafür haben wir noch Giraffen gesehen. Zum Sonnenuntergang sind wir dann auf eine Düne gefahren und haben Getränke und Chips bekommen.





Am nächsten Morgen ging es weiter zur Hammerstein Lodge in der Nähe von Sossuvlei. Mit Zwischenstop in Mariental und Malthöhe um Verpflegung und Benzin zu kaufen, ging es auf eine bergige und oft nicht besonders angenehme Schotterpiste. Gut durchgeschüttel sind wir auf der Lodge angekommen und konnten noch etwas entspannen bevor wir uns den Leoparden, die Luchse und Geparden angeschaut haben. Außer zu dem Leoparden konnten wir ins Gehege der Raubkatzen und sie von Nahem bewundern. Zwei der Geparden kann man, wenn sie gut drauf sind auch streicheln, allerdings war das an diesem Tag nicht der Fall.



Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Es ging ins Sossuvlei und dort ist es bei Sonnenaufgang einfach am schönsten und auch am kühlsten. Als zweites Fahrzeug waren wir am Tor zum Nationalpark und konnten bei Öffnung direkt ins Büro um unsere Permit zu kaufen. Dies ging natürlich in namibischer Manier, langsam und per Hand. Dann ging es schnell weiter die 60km bis zum Parkplatz. Auf dem Weg konnten wir schon die wunderschönen Dünen im Sonnenliicht bestaunen. Am Parkplatz stiegen wir dann in ein Shuttle zum Sossuvlei um, mit dem eigenen Auto wollten wir die Anfahrt nicht riskieren. Als erstes liefen wir zum Dead Vlei.



Anschließend beschlossen wir noch die Düne zu erklimmen. Um eine Abkürzung zu nehmen, kletterten wir die Seitenwand zum Kamm hoch. Keine besonders gute Idee! Ich hab selten so etwas anstregendes gemacht. Dafür hat man auf dem Kamm wieder einen sehr schönen Blick auf das Vlei. Stefan und ich sind noch weiter die Düne hochgestiegen, wirklich keine einfache Angelegenheit. Irgendwann beschlossen wir die Seite hinabzusteigen und umzukehren. Der Abstieg war das Spaßigste an der Angelegenheit. So schwer der Aufstieg war, hinab war man schneller, als man wollte.
Auf unserem Rückweg haben wir noch einige Käfer und Geckos/Eidechsen gesehen, die aber alle nicht so recht für ein Foto posen wollten.




Auf dem Rückweg ging es noch zum Sesriem Canyon. Der Weg dort hin ist die wohl schlechteste Straße unseres Uralubs gewesen. Dafür ist der Canyon ganz schön und wir sind etwas in ihm herumgelaufen bis eine Wasserstelle kam, die zu tief war.

Eine Fahrt durch eine riesen Wüste war unsere nächste Tagesetappe. 450km durch nichts als Wüste, zuerst noch bergig mit verschiedenen Steinsformationen, am Ende nur noch Sandwüste, sodass man die Straße kaum noch vom drumherum unterscheiden kann. Und auf der ganzen Strecke eine Tankstelle in Solitaire. Die haben wir natürlich angesteurt, aber leider umsonst, kein Sprit vorhanden. So kann es eben gehen. Also haben wir mal genau nachgerechnet, noch 250km und ein halb voller Tank bei einem Auto, das schon mal 15l frisst, könnte knapp werden. Aber wir haben es geschafft! So ging der Reisetag bei einem leckeren Essen in Swakopmund noch gut zu Ende.
Am nächsten Morgen ging es nach Walvis Bay zu einer Bootstour. Den ersten Schrecken bekamen wir erstmal als unser Boot vor fuhr. Viel größer als ein Ruderboot war es nicht. 4h sind wir im und um den Hafen von Walvis Bay rumgeschippert. Zu sehen gab es den Leuchtturm, der jedes Jahr 30cm weiter von der Küste entfernt ist, Robbenkolonien und ein Schiffswrack. Höhepunkt waren die Delfine und Pinguine, die um unser Boot herum schwammen. Außerdem kamen immer wieder Pelikane und Möwen, die im Flug gefüttert wurden. Zum Mittagessen fuhren wir in den Hafen. Es gab Snacks und Austern für die, die es geschafft haben das schlabberige Zeugs zu essen. Im Hafen lagen Diamantensuchschiffe, ein Boot der namibischen Marine und viele andere Schiffe, die nicht mehr seetauglich aussahen. Auf der Rückfahrt zum Steg konnten wir noch sehen wie Tunfisch entladen wird und ein Seehund besuchte uns auf unserem Boot.





Nachmittags haben wir uns dann aufgeteilt. Die Männer machten einen Rundflug über die Wüste und die Frauen fuhren den "Welwitschia Drive". Dies ist eine Strecke an denen es verschiedene interessante Punkte gibt. Am ersten Punkte fuhren wir erstmal vorbei, wir haben kein Schild gesehen und ohne Markierung ist es dann doch schwer Flechten zu erkennen. Die nächsten Punkte waren besondere Büsche in der Wüste, naja, auch nicht gerade das interessanteste. Interessant waren dafür die Mondlandschaft und Überreste einer Zivilisation. Außerdem gab es noch weitere interessante Gesteinsformen wie ein Doleritkamm und ein ausgetrocknetes Flussbett, dass aber total bewachsen war. Höhepunkt der Fahrt sind die Welwitschias. Dies sind Pflanzen, die mehrere tausend Jahre alt werden können. Die größte ist am Ende der Strecke und die zweit älteste (über 1500 Jahre), die es gibt. Die älteste wurde leider von Touristen niedergebrannt. Auf dem Rückweg liegt noch ein verlassene Mine, die wohl nicht sehr ertragreich war.




Am nächsten Tag sind wir morgens nochmal durch Swakopmund gelaufen. Es ist schon sehr deutsch dort. In jedem Laden kommt man mit deutsch weiter. Mittags ging es dann weiter nach Cape Cross. Auf dem Weg haben wir ein altes Schiffswrack gesehen, dass dort seit ca. 1 Jahr liegt. In Cape Cross haben wir dann die Seehundkolonie angeschaut. Dort leben 250.000 Seehunde und die machen ein Geschrei wie man es sich kaum vorstellen kann. Außerdem haben sie auch einen guten Duft. Den Rest des Tages konnten wir noch in unsere sehr schönen Lodge genießen.



Von der Küste/Kälte in die Hitze hieß es am nächsten Tag. Allerdings wussten wir das noch nicht als wir losfuhren. Die Strecke war diesmal eher unspektakulär, natürlich wieder viel Wüste und Gestein und der höchste Berg Namibias, der Königsstein im Brandbergmassiv. Damit uns nicht langweilig wurde, haben wir selbst etwas Action produziert, eine Reifenpanne. Im Nachhinein glücklicherweise im einzigen Dorf weit und breit. Zuerst haben wir gedacht, jetzt kommt das ganze Dorf bettelt und schaut uns beim Reifen wechseln zu. Aber es kamen 3 hilfsbereite junge Männer, die uns den Reifen gewechselt haben und dafür einen guten Lohn bekommen haben.

Als wir dann endlich in unserer Lodge ankamen, traf uns der nächste Schock. Von der kühlen Küste in einem klimatisierten Auto kamen wir im 40°C heißen Twyfelfontein an. Das war nicht auszuhalten und die Zimmer hatten keine Klimaanlage dort. Als erstes sind wir zur Wekstatt und haben unseren kaputten Reifen abgegeben. Trotz der Hitze machten wir uns auf die Felsenzeichnungen, die übrigens UNESCO Weltkulturerbe sind, anzuschauen. Bei 40°C kletterten wir also eine dreiviertel Stunde mit unserem Guide über Stock und Stein um die Zeichnungen anzuschauen. Eine Zeichnung hätte mir schon gereicht im Nachhinein, die sahen doch alle sehr gleich aus.

Danach war es erstmal Zeit für eine Abkühlung im Pool bevor ich das mal wieder wunderbare Essen, wie überall auf der Reise, genießen konnte. Na gut, eigentlich war es viel zu warm zum Essen, aber es war einfach zu gut.
Am nächsten Tag haben wir unseren geflickten Reifen abgeholt. Ihr könnt ja mal tippen, was das mit Montage gekostet hat. Wer am nächsten ist, bekommt ein Mitbringsel von mir aus Namibia.
Als erstes haben wir uns die Orgelpfeifen, Basaltsäulen, angeschaut. Die haben mich an den Giant's Causeway in Nordirland erinnert, nur im Miniformat. Außerdem waren wir noch beim "verbrannten Berg", den fand ich jetzt aber mal total uninteressant.


Auf unserem Weg an diesem Tag lag auch noch der versteinerte Wald. In der Gegend gibt es viele versteinerte Bäume, die während der letzten Eiszeit irgendwo in der Mitte Afriaks wuchsen und dann bis nach Namibia gespült wurden und dort versteinerten. Sie sahen total echt aus und nur wenn man sie angefasst hat, bemerkte man die Versteinerung. Außerdem gab es dort nochmal Welwitschias.


Einen weiteren Abstecher machten wir zu den Ugabterassen. Dies sind Flussterasse, wobei hier eindeutig am Beeindruckensten dieser einzelne Felsen ist, das Vingerklip.

Immerhin bracht der Umweg uns auch noch ein paar Kudus zu Gesicht, die unseren Weg kreuzten. Ankunft war nachmittags in der Etosha Safari Lodge, wo wir gerade als wir am Pool waren die ersten Regentropfen unserer Reise hatten. Dafür konnten wir beim Sonnenuntergang noch ein gigantisches Gewitter beobachten. Ich habe noch nie so viele Blitze hintereinenader gesehen!

Am nächsten Morgen ging es auf nach Etosha. Wir hatten beschlossen mit einem Guide reinzufahren, da dieser einfach besser weiß, wo es was zu sehen gibt, und man von Safariautos natürlich auch viel besser sieht. Mein größter Wunsch wurde auch fast als erstes erfüllt. Die einzigen Tiere, die mir noch gefehlt hatten, Löwen, fraßen nicht weit vom Parkeingang ein frisch gejagte Oryx. Das Männchen durfte zuerst und dann die Jungen und Weibchen. Als die Sonne dann raus kam, verkrochen die Löwen sich unter einen Busch und waren verschwunden.

Vormittags waren wir leider nicht mehr so erfolgreich. Es gab massenweiße Springböcke, wie überall, Impalas, Erdhörnchen oder waren es Erdmännchen?, Schakale, Riesentrappen, Gnus und Zebras. Über Mittag sind wir zurück zur Lodge um uns etwas auszuruhen. Nachmittags hatten wir wettertechnisch leider nicht so viel Glück, wir gelangten in einen großen Regenschauer. Zum Glück dauern die in Namibia nie lange, aber danach waren große Pfützen auf den Straßen. Tiermäßig waren wir wieder mäßig erfoglreich: das Highlight, ein Nashorn, hatten wir gleich am Anfang, danach kamen wieder Springböcke, Impalas, Riesentrappen, Gnus und diesmal auch Giraffen.






Da wir immer noch keine Elefanten gesehen hatten, beschlossen wir am nächsten Tag nochmal selbst durch Etosha zu fahren und dann erst zu unserer nächsten Unterkunft. Leider waren wir hinsichtlich der Elefanten wieder nicht erfolgreich. Dafür gab es nochmal ein Nashorn, Giraffen und das sonst übliche wie Springbock und Impala. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Park sahen wir dann nochmal Unmengen von Autos am Straßenrand, da musste etwas sein! Und tatsächlich waren dort nochmal Löwinnen, die ihre Beute fraßen, und das in der Mittagshitze. So hatte sich das frühe Aufstehen doch noch gelohnt.

Die nächsten paar Stunden Fahrt waren mit die aufregensten. Aber sowohl wir als auch die Schwarzen am Straßenrand haben es überlebt. Schon in der Dämmerung näherten wir und der nächsten Lodge. Im Gelände sahen wir Warzenschweine und jede Menge Kudus. Vor allem von den männlichen Kudus bin ich beeindruckt, einfach schöne Tiere! Am Ende der Straße empfing uns ein Angestellter und schaute auf seine Gästeliste. Dort war niemand mit dem Namen Hagel. Nach einer Weile hat er dann festgestellt, dass er auch nur noch 2 Gäste erwartet und keine 4. Laut unserer Wegbeschreibung waren wir in der richtigen Lodge, aber ein Blick auf unseren Vocher half. Dort stand eine andere Lodge. Also wieder umdrehen und zur anderen Lodge, die 8km weit weg war. Und das alles schon im Dunkeln. Immerhin hat uns der Umweg die Kudus gebracht!


Am nächsten Morgen wurden wir von Pavianen beim Auto packen begleitet. Jede Mülltonne vor den Häusern wurde durchsucht und umgeschmissen. Nachdem alle durchsucht waren, sind die Affen ganz schnell abgehauen. Außerdem sprang noch die kleinste Antilopenart, Dikdik, in Massen rum.


Auf dem Weg haben wir im Holzschnitzermarkt in Okahandja einen Elefanten gekauft. Wenn schon keinen echten gesehen, dann doch besser einen aus Holz als gar nichts. In Windhoek haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt. Zuerst waren wir im Café Schneider Mittagessen. Dort gibt es typisch deutsches Essen, Bratwurst, Spätzle, Kartoffelsalat(aber keinen schwäbischen) und Schwarzwälder Kirschtorte. Dann waren wir Auto waschen, das nach unserer Fahrt durch die Pfützen Etoshas sehr dreckig war. Wären wir nicht dazwischen gegangen, würden die heute wahrscheinlich noch putzen. Erst wurde das Auto eine halbe Stunde von außen gewaschen und dann haben sie angefangen innen jede Stelle mehrfach zu putzen. Außerdem werden die Reifen und Trittbretter mit schwarzer Farbe angemalt. Immerhin hatten wir wieder ein sauberes und gut duftendes Auto. Einen kurzen Besuch beim Ombudsman haben wir auch noch eingelegt, uns aber auf das untere Stockwerk beschränkt, da wir dort sonst noch Stunden verbracht hätten, und wir ja noch weiter zu unserer nächsten Lodge mussten.
Die Anfahrt zu dieser Lodge war die abenteuerlichste. Das Schild haben wir gut gefunden, kein Problem. Zuerst ging es über eine andere Farm auf der uns zwei kleine Jungs ein Tor aufgemacht haben und wir ihnen dafür Kekse gegeben haben. Danach wurde die Straße aber immer schlechter, Schlaglöcher, Wasserstellen, Termitenhügel in einer recht großen Größe. Wir beschlossen umzudrehen, das konnte nicht der richtige Weg sein. Also zurück zur Straße, diesmal bekamen die Kinder Müsliriegel. Dort hatten wir wieder Handyempfang und haben auf der Lodge angerufen. Zu unserer Überraschung wurde uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Also wieder umgedreht und zum 3. Mal bei den Kindern vorbei. Diesmal gaben wir ihnen Kaugummis. Die hatten danach wohl einen Zuckerschock. Wären wir beim ersten Mal noch 3km weiter gefahren, hätten wir uns den ganzen Umweg sparen können. Naja, auf jeden Fall landeten wir auf einer sehr schönen Lodge mitten im Nichts.

Sehr schön war auch, dass gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Alle Gäste und die Besitzer saßen an einem Tisch und haben das lecker gegrillte Impala genossen.
Am nächsten Tag hieß es noch einmal früh aufstehen. Es war die letzte Chance Elefanten zu sehen. Zuerst sahen wir recht wenige Tiere bzw eben das selbe wie immer, Springböcke und Impalas. Dann tauchten noch ein paar Giraffen auf, aber von den Elefanten keine Spur. An einem Berg packte unser Guide dann das erste Mal den Sender aus, ein Elefant trägt nämlich einen Sender um den Hals. Die Elefanten waren noch weit weg, aber wir gaben nicht auf. Auf der Suche sahen wir dann noch Weißschwanzgnus, von Weitem kann man die schonmal für Elefanten halten und aufgeregt werden. Wir fuhren zum nächsten Wasserloch. Wieder erfolglos, nur eine Wasserschildkröte saß im Wasser. Also nochmal Sender auspacken und weiter ging's auf Elefantenjagd. Am nächsten Stopp haben wir immerhin schon die Fußabdrücke der Elefanten gesehen, nur die Tiere wollten einfach nicht auftauchen. Und plötzlich standen sie dann vor uns auf dem Weg. Wir hatten sie gefunden, der Urlaub war gerettet!

Auf dem Weg zurück zur Lodge haben wir auch noch ein Nashorn gesehen, leider war es tot. Es hat den Kampf mit einem Elefantenbullen nicht überlebt.

Am Nachmittag haben wir dann noch die Katzenfütterung gemacht. Zuerst ging es zu dem Leoparden. Der war von unserem Besuch nicht besonders erfreut, sein Fressen hat er zuerst ganz ignoriert und ist lieber gegen den Zaun gesprungen. Nach einer Weile war dann das Fleisch doch interessanter wie die doofen Touris am Zaun. Danach ging es noch zu den Geparden. Dort konnten wir ins Gehege reinfahren. Die Geparden folgten uns bis zum Futterplatz und verschwanden dann mit ihrem Fleisch im Gebüsch.
Das war also unser letzter Tag der Rundreise.


Am nächten Morgen ging dann der Stress los. Auf der Lodge hat uns der Besitzer erzählt, dass die Flughäfen wegen des Vulkans geschlossen sind. Na super, wir also sobald Handyempfang da war im Internet geschaut wie es denn aussieht. Auf dem Weg sind wir am Flughafen vorbei und haben dort bei South African Airways nachgefragt wie es aussieht. Die Dame dort hatte allerding keinerlei Informationen. Also sind wir nach Windhoek ins Büro von SAA. Dort konnte man uns sagen, dass solange München offen ist zumindest die Passagiere bis nach Johannesburg mitgenommen werden. Wir haben dann schnell getankt, Mittagessen geholt und sind zurück an den Flughafen. Während des Wartens am Check-in gab es keine neuen Informationen. München war immernoch offen und somit wurde meine Familie mit nach Johannesburg genommen, wobei das Gepäck erstmal auch nur bis dorthin eingeckt wurde, da ja schon abzusehen war, dass es nicht weiter geht. So war meine Familie wieder weg und ich konnte 2h später in den Flieger nach Kapstadt steigen.
Am Ende noch ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es nochmal für die erte richtige Antwort ein Mitbringsel aus Namibia.
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