Mittwoch, 17. Februar 2010

Arbeit

Meine erste Praktikumsphase ist heute beendet. Ab nächsten Montag werde ich in der Registratur mit Anita arbeiten.
Eigentlich gibt es über die erste Phase nicht viel zu berichten. Größtenteils habe ich einfach nichts gemacht, wobei ich nicht die einzige bin, die nichts macht. Eigentlich unterhalten sich die meisten den ganzen Tag über oder schreiben SMS, was hier alle machen, da es 100 frei SMS am Tag gibt.
Wenn es dann doch mal was zu tun gibt, dann heißt das entweder wir fahren zum Government Store und holen eine Bestellung ab, die wir danach dan noch mit Identifikationsnummern beschriften, oder wir schauen in den Büroräumen nach welche Möbel vorhanden sind und führen Inventarlisten. Hin und wieder geben wir auch mal Büromaterialien aus, für die wir dann die Unterschrift holen müssen. Also sehr überschaubar das Ganze. In anderen Ministerien ist das ganze nicht anders. Ich war heute im Justiz- und im Innenministerium, da hat der Großteil auch nur SMS geschrieben.

Am Dienstag war etwas mehr los. Wir mussten kaputte Stühle, Tische und Schränke weg bringen. Das heißt hier alles muss zurück zum Government Store. Wir hatten ein Büro voller kaputter Sachen. Das war dann doch zu viel für uns alleine, also haben wir uns Hilfe geholt. Am Dienstag sind dann also 3 Strafgefangene gekommen, haben das Zimmer ausgeräumt, alles auf einen LKW geladen und im Government Store wieder abgeladen. Wir saßen dabei die ganze Zeit rum und haben zugeschaut und kein Finger gekrümmt. Die Gefangenen bekommen dafür Lebensmittel.

Eine weitere Erfahrung, die ich am Dienstag gemacht habe, hat mich doch sehr erstaunt. Von Christa wusste ich, dass sie mal einen Computerkurs gemacht hat. Aber außer E-Mails und ein bisschen was in Word schreiben, kann sie nichts. Jetzt ist mir auch klar, wieso alles handschriftlich gemacht wird. Ich habe ihr inzwischen beigebracht wie "speichern unter" funktioniert, wo die gesendeten E-Mails zu finden sind und ich hab ihr google gezeigt. Mal sehn wie weit wir am Ende der 3 Monate sind.

Ab morgen bin ich erstmal bis Samstag auf einem Meeting des Büros auf einer Lodge in Okahandja. Ich bin gespannt, was dort los sein wird und werde dann natürlich berichten.

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