Am Samstag machte ich mich dann auf die Stadt zu erkunden. Bequemerweise nahm ich den roten Doppeldecker Sightseeing Bus, der diesen schönen Blick auf den Tafelberg ermöglichte.

Weiter ging die Fahrt am Parlament vorbei.

Am Castle of Good Hope beschloss ich das erste Mal auszusteigen. Es ist die älteste Festungsanlage Südafrikas und lag früher mal direkt an der Küste, heute jedoch mitten in der Stadt.

Fast gegenüber liegt das sehr schöne Rathaus. Von dem Balkon des Rathauses hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung seine Rede gehalten.

Mit dem Bus ging es dann weiter zur Seilbahnstation des Tafelbergs. Da das Wetter um den Berg auch einigermaßen gut war, oft ist der Berg von Wolken umhüllt, beschloss ich nach oben zu fahren.

Von dort hat man einen schönen Blick auf die Küstenvororte und die City mit dem neuen Stadion und der Waterfront.


Die Tour führte weiter entlang der Küste. Leider ist das Wasser hier nur 14°C warm und ich verzichtete auf eine Kostprobe.

An der Waterfront bin ich dann wieder aus dem Bus ausgestiegen um die Gegend dort zu erkunden. Zuerst kam ich den Statuen der 4 südafrikanischen Friedensnobelpreisträger vorbei. Albert John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela.

Auch von der Waterfront hat man einen schönen Blick auf den Tafelberg, außerdem gibt es eine schöne Mall und jede Menge Restaurants.

Von der Waterfront zurück in die City in mein Hostel bin ich gelaufen und habe die Beschilderung für die WM getestet. Man kann sich echt nicht verlaufen, an jedem Laternenpfahl hängt ein Schild!
Für den nächsten Tag hatte ich ein Tour über die Kaphalbinsel gebucht. Zusammen mit einer Australierin, einer Schweizerin und unserem Guide verbracht ich den Tag an verschiedenen Orten um Kapstadt.
Zuerst ging es zu einer Schiffsfahrt zu einer Robbenkolonie. Im Vergleich zu Cape Cross in Namibia war die Kolonie aber winzig und unspektakulär.


Nachdem ich in Portugal schon bei der letzten Bratwurstbude vor Amerika war, hab ich nun auch die südlichste der Welt gesehen.

Über den Chapman's Peak Drive von dem man nochmal eine schöne Aussicht über die Bucht hat, sind wir nach Boulders Bay.

Dort lebt eine Pinguinkolonie auf dem Festland. Zur Zeit war auch Brutzeit und wir haben auch Küken gesehen.


Dann ging es weiter Richtung Kap der Guten Hoffnung. Aber als erstes hieß es umsteigen aufs Mountainbike. Die ersten 6km bis zu unserem Mittagessensplatz sind wir geradelt. Dabei konnte man auch viel besser die schöne Landschaft genießen.

Auch die nächsten 6km bis zum Kap der guten Hoffnung fuhren wir nochmal mit dem Fahrrad. Auf dem Weg trafen wir auch Strauße und diese für mich neue Antilope.



Das obligatorische Foto darf natürlich nicht fehlen.

Vom Kap hat man einen schönen Blick entlang der Küste und auf Cape Point, wo der atlantische und der indische Ozean aufeinander treffen.


Abschließend ging es dann noch zum Cape Point.
Blick auf das Kap der guten Hoffnung

Cape Point

Atlantischer und indischer Ozean

Als ich zurück im Hostel war, bekam ich die Nachricht, meine Eltern seien auch in Kapstadt. Also hab ich die angegebene Telefonnummer angerufen, mich ins Taxi gesetzt und bin zu meinen Eltern gefahren. Während des leckern Abendessen wurde mir dann die ganze Geschichte seit ihrem Abflug aus Windhoek erzählt.
Am nächsten Morgen machte ich mich dann erstmal auf mit meinen Eltern nach Rückflügen für sie zu schauen, das Wetter war sowieso nicht gut. Zuerst gingen wir in ein Reisebüro an der Waterkant. Das hat uns aber zu lange gedauert, da wir für einen Anruf wieder zurück im Hotel sein mussten. Also sind wir ins Büro der South African Airways gefahren. Dort konnte man uns soweit weiterhelfen, dass man die Flüge entweder zurückgeben kann oder wartet bis man wieder einen Sitz auf der gleichen Route bekommt. Eine Änderung der Flugstrecke war nicht möglich. Also haben wir die Flüge zurückgegeben, wer wusste schon, wann man wieder Johannesburg-München fliegen kann. Da gleich gegenüber noch ein Reisebüro war, haben wir dort mal nach Flügen nach Europa gefragt. Das einzige Angebot war über Buenos Aires nach Madrid für 3.000€. Für den Preis kann man noch lange in Kapstadt bleiben. Also ging es zurück ins Hotel um zu schauen, welche Flugoptionen aus Deutschland kamen. Die Optionen nach Mailand oder Istanbul standen bis dahin zur Wahl. Da es jetzt erstmal abwarten hieß, beschlossen wir auch noch etwas touristisches zu machen. Wir fuhren nach Robben Island.
Unsere Fähre

Das Gefängnis

Nelson Mandelas Zelle

Friedhof der Leprakranken

Blick auf Kapstadt

Am nächsten Tag wollte ich die Zeit bis zum Abflug nutzen um nochmal die Innenstadt etwas zu erkunden. Als erstes ging ich in die St. George's Cathedral, die von innen überraschenderweiße doch ganz schön ist.

Dann machte ich mich auf den Weg in den Company's Garden. Eine sehr schöne Ecke mitten in der Innenstadt. So viele Gärtner wie hier hab ich auch noch nie gesehen. Südafrika putzt sich echt für die WM raus.



Über den Straßenmarkt, der leider erst gerade aufgebaut hat, ging ich dann zum Hotel meiner Eltern, schon ganz gespannt für welche Flugoption sie sich entschieden hatten. Tja und alles kommt natürlich anders als man erwartet. Sie flogen mit mir zurück nach Windhoek und am nächsten Tag mit der AirBerlin nach München. Wir sind also ein letztes Mal zur schöenen Warterfront und haben auf dem Rückweg das weltbeste Eis gegessen.

Dann ging es zum Flughafen und zurück nach Windhoek. Da es ein Tagflug war, hab ich endlich auch mal was von der Landschaft gesehen.

Abends hatten wir ausnahmsweiße mal Glück. In dem Hotel, in dem ich wohn, hatte ein Gast ein Zimmer storniert und so konnten meine Eltern auch dort übernachten. Ein letztes Mal gingen wir gemeinsam essen und am nächsten Morgen startete der Flieger gen München tatsächlich und ich war wieder allein in Afrika.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen